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Freitag, 4. November 2022

Leichter Nebel| -3°

17:30 - 20:00 Uhr | Abends

Geht zum Abendessen, geht Hausaufgaben machen, trefft euch mit euren Freunden.

Wir sind ab sofort ein privates Forum! Hier posten nur noch die alt ein gesessenen Mitspieler. Daher werden wir auch unsere Partnerschaften kündigen. ♥

#1

kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 11.09.2014 22:57
von Victoire Weasley • 712 Beiträge

Dieser Raum ist Thomas Tochter gewidmet. Die Sachen, die er aus seiner damaligen Wohnung noch hatte, hat er alle hier hin gebracht und so gestellt, wie sie dort auch standen. Außerdem hat er ein paar Gemälde von ihr, auch eines, dass zeigt, wie sie heute aussehen würde, wenn sie noch Leben würde. Dieser Raum macht ihn regelmäßig fertig, aber trotzdem zwingt er sich dazu ihn zu betreten, um sich an sie zu erinnern. Der Raum ist nie abgeschlossen, weil er hier eigentlich nur alleine ist, aber er würde es bei niemandem gerne sehen, wenn er ihn betritt.
In der Mitte steht ein hübsches weißes Gitterbett, der Raum hat ein Fenster, einen süßen Schrank, eine Kommode, ein paar Truhen mit Spielsachen aus dieser Zeit, einen Teppich, der den ganzen Boden bedeckt mit Kissen, Decken und solchen Sachen und einen alten Sessel. Alles hier drin ist original und Thomas kümmert sich selbst darum.


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#2

RE: kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 28.09.2014 17:48
von Lydia Halligton • 568 Beiträge

Come from: Wohnzimmer • Haus von Thomas Bratford • Paris • Frankreich


Lydia achtete nicht wirklich auf den Weg, den sie nahm, oder auf ihre Umgebung. Die kreischenden Gedanken und das erdrückende Gefühl in ihrem Inneren waren es, die sie antrieben. Die Blonde hielt das Kissen hoch, presste ihr Gesicht hinein und schrie leise in den Stoff, ehe sie es von sich warf und die nächstbeste Tür aufriss. Sie lief hinein und blieb schwer atmend stehen. Erst jetzt realisierte sie, wo sie war. Ein Kinderzimmer. Erschrocken starrte sie das Bild gegenüber an, das eine junge Frau mit langen braunen Haaren zeigte. Sie sah Thomas wie aus dem Gesicht geschnitten aus und sie erinnerte sich an die Erzählung. Es erschien ihr wie aus einem anderen Leben, was es in gewissen Maße auch war. Denn damals war sie sterblich und schwach gewesen, doch auch jetzt fühlte sie sich schwach und unscheinbar. Der Schatten Brydis' schien ihr zu folgen und hämisch zu lachend. Ly trat langsam an die Wiege heran; ihre Beine zitterten und dann brach sie zusammen ...

"Lydia ... Lydia ... wach auf ... komm schon, mach die Augen auf ... Lydia", die Stimme war drängelnd und der Unterton eine Mischung aus Zorn und Sorge. Oder täuschte sie sich? Flatternd öffneten sich ihre Augen und blickten verwirrt an die Decke, ohne diese wirklich wahrzunehmen. Sie lag auf etwas Weichen und jemand hielt ihre Hand, doch sie hatte keine Kraft, den Kopf zu wenden. Starr lag sie da, sah nach oben.
"Sie ist wach", hörte sie jemand sagen, Schritte erklangen und Lydia spürte wie sie hochgehoben wurde. Jemand setzte sich hinter sie, zog sie an sich, eine andere, zierliche Hand zwängte ihr Kiefer auf und tropfte etwas in ihren Mund. "Schlucken", befahl sie, doch selbst dem wollte ihr Körper nicht nachkommen. Ly spürte wie man ihr die Nase zuhielt und so zum Schlucken brachte. Eine Kälte floss durch sie hindurch, brannte wie Feuer in ihr wider, langsam schlossen sich ihre Augen wider.

Als sie das nächste Mal wieder ins Bewusstsein fand, konnte sie sich wenigstens rühren, aber nicht sprechen. Sie sah sich um. Jemand saß erneut neben ihr und hielt ihre Hand. Sie drehte den Kopf und sah verschwommen ihren Onkel. Er sah sie sonderbar an, was sie nicht erkannte. Wieder überkam sie die Ohnmacht.

Es war ein ständiges Aufwachen und Wegdrifen und es zehrte an ihr. Als sie zum dritten Mal aufwachte, nachdem Schatten sie heimgesucht hatten, war sie alleine und völlige Dunkelheit umschloss sie. Etwas lag über ihr, etwas weiches. Sie richtete sich auf und sah sich um, versuchte zu verstehen. "Hallo?", flüsterte ihre Stimme, doch keine Antwort. Lydia bekam Angst, sie schlug die Decke weg und erhob sich. Ihre Beine .... wieso zitterten sie? Ly tastete sich an der Wand entlang und kam bis zur Tür. Instiktiv wusste sie wie ihr Handeln aussehen musste. Die Klinke runter drückend, öffnete sie die Tür und verließ das Zimmer. Ihre Schritte waren mechanisch und hölzern, doch sie ging und da war die Treppe und von unten drangen Schritte. Ly stieg sie hinunter, stolperte jedoch auf der letzten Stufe. Der Krach lockte ihren Onkel auf den Plan.
"Lydia", überrascht und erschrocken eilte Dean zu ihr und zog sie auf. Sie ließ es kommentarlos geschehen. "Was ist los?", hauchte sie, sich an nichts erinnern können, doch dann sah sie den Ausdruck in den Augen ihres Onkels und Angst beschlich sie.
"Onkel, was ist passiert?", wiederholte sie, als Dean sie hoch hob und ins Wohnzimmer trug. Die Gespräche verstummten augenblicklich, alle Augen ruhten auf ihr. Es machte ihr Angst. Sie wollte wissen, was hier los war. Dean setzte sie ab und nahm neben ihr Platz.
"Lydia", sie schüttelte den Kopf. Langsam drang ein Gedanke an die Oberfläche.
"Mein Kind ...", hauchte die siebzehnjährige Halligton. Schweigen. Betreten und belastend. Ly richtete sich auf, sah zwischen ihren Onkel und ihrer Tante, ihren Cousins und Cousinnen hin und her. Der Ausdruck in ihren Augen machte ihr Angst und ihre Hände fielen auf ihr Bauch, erwarteten die Wölbung zu spüren ... doch da war nichts. "Mein Kind ...", wiederholte sie und sah sich um.
"Es tut uns leid ..:", hauchte ihre Tante und wollte sie umarmen, doch Lydia begriff schneller als jedem lieb war, was geschehen sein musste und begann zu schreien ...


Sie brach auf dem Teppich vor der Wiege zusammen, schlug die Hände vor ihr Gesicht und weinte. Fünf Jahre war sie der Erinnerung entflohen. Fünf Jahre jeden Gedanken daran verboten. Doch mit einem Male zog sie wieder in ihr Leben ein und Schmerz, heißer unbändiger Schmerz erfüllte jeden Winkel ihrer Seele, ihres Herzens, ihrer Gedanken. Sie wimmerte auf und kam auf ihren Händen auf, starr sah sie nach vorne auf die Wiege, während Tränen über ihre Wangen flossen. Sie bekam nichts mehr mit, ihre Gedanken waren in der Vergangenheit gefangen.




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#3

RE: kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 28.09.2014 18:09
von Thomas Bratford • 291 Beiträge

Cf: Wohnzimmer

Erschrocken, verwirrt und dabei in seiner Trauer gefangen folgte Thomas Lydia, erstarrte aber an der Türe, den Blick auf dem magischen Gemälde seiner erwachsenen Tochter gefangen, die heute so ernst aussah wie nur selten. Sie sprach nicht, sondern sah nur auf Lydia, die an dem Gitterbett stand, aber hier drin konnte er sich nicht konzentrieren. Er hatte das Gefühl, als würde ihm jemand die Luft abschnüren und die Zeit anhalten, während sein Atem langsamer ging und ihm unendlich kalt wurde. Er hasste es, dieses Gefühl und das Zittern in seinen Händen, die Schwäche in seinen Armen und Beinen. Seine Tochter. Sein kleines,Mädchen. Ihm wurde übel. Es war nicht immer so schlimm. Normalerweise bereitete er sich darauf vor, wusste was kam, diesmal hatte es ihn überrascht und er schaffte es nicht, die Eindrücke und Erinnerungen loszuwerden, die wie giftige Wellen über ihn hinein brachen, während seine Tochter weiter auf Lydia sah. Krampfhaft schluckte er, zwang sich zu atmen, aber erst als Lydia plötzlich zusammen brach, wachte er wirklich aus seiner Trance,auf. Sein Blick war kurz verwirrt, glitt dann zu ihr und ihm nächsten Moment kniete er neben ihr. Weich legte er die Arme um sie, versuchte das Zimmer auszublenden. "Lydia... Lydia.", sagte er immer wieder beschwörend. "Ist ja gut.. Ich bin da.. Es ist alles gut.", flüsterte er leise , wie um auch sich zu beruhigen und strich ihr über Rücken und Haare. "Was ist los?", fragte er leise.


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#4

RE: kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 28.09.2014 19:13
von Lydia Halligton • 568 Beiträge

Leise wimmernd krallte sich Lydia in den Teppich. Ihre Schultern bebten vor Schluchzern und sie sah vorüber gebeugt da. Die letzten fünf Jahre knallten wieder auf sie ein, schlugen sie nieder. Schwarze Punkte tanzten vor ihren Augen, drohten sie zu übermannen. Das Vampirdasein ließ sie noch emotionaler werden und ein Schrei entkam ihren Lippen. Das Blut rauschte in ihren Ohren und sie presste das Gesicht in ihre bebenden Hände. Wieso war sie in diesen Raum gekommen? Wieso war sie nicht auf den Balkon geflohen? Fragen, auf die es keine Antwort gab. Als Thomas sie in ihre Arme zog, weinte sie noch mehr, konnte nicht mehr sprechen. Sie bekam seinen Schmerz nicht mit, obgleich sie sein Herz rasen hörte. Der Raum erdrückte sie.




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#5

RE: kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 28.09.2014 19:46
von Thomas Bratford • 291 Beiträge

Erst hörte er das Wimmern nicht, aber dann schrie sie und das ging ihm durch Mark und Bein. Es war, als würde sich Gegenwart und Vergangenheit mit einander vermischen. Lydias Schrei war der Schrei der Frauen während der Revolution, während der Kriege, wenn er eine getötet hatte und die Stimme, die seine Tochter nie hatte. Alles wurde unsicher. Er hatte eine unangenehme Gänsehaut, ihm war schlecht, er zitterte, sein Herz raste. Lydias weinen erinnerte ihn an seine Trauer, seinen frischen, unbändigen Schmerz, der, der ihn dazu getrieben hatte zu kämpfen, gegen den Staat vorzugehen, gegen alles, was vorher auch seine Welt ausgemacht hatte,aber jetzt war es wieder zu frisch, zu überwältigend. Seine Brust bebte vor unterdrückter Trauer. Langsam, alle Kraft aufwendend hob er Lydia hoch und stand taumelnd auf. Er fühlte sich, als wäre er wieder menschlich, aber am Ende schaffte er es sie aus dem Raum und vor die Türe zu tragen. Gerade noch so schaffte er es an die Wand neben die Türe, wo er kraftlos, Lydia auf dem Schoss, zusammensackte. Hektisch, ohne es wirklich wahrzunehmen flüsterte er zusammenhanglose, aber beruhigende Worte an Lydias Stirn, während er sie in seinen Armen wiegte.

Tbc: Flur


zuletzt bearbeitet 29.09.2014 08:22 | nach oben springen

#6

RE: kleiner Raum

in Haus Thomas Bratford 28.09.2014 21:29
von Lydia Halligton • 568 Beiträge

Weinend und schluchzend, auf Thomas' Brust, der in ihrer Welt, Dean Kingston war, einhämmernd, bekam Lydia nicht mit, wie sie vom Boden aufstanden und Thomas sie auf wackligen Beinen aus dem Zimmer trug. Sie wusste, sie musste sich losreißen, es war nicht real. Ein Teil ihres Verstandes hatte es schon lange realisiert, doch er konnte das emotionale Chaos nicht durchbrechen.

Tbc: Flur • Haus von Thomas Bratford • Paris • Frankreich




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